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Biotoppflege eines Hohlwegs, Sa 3.8.2019

Sommer-Pflege des letzten naturbelassenen Hohlwegs
in Stuttgart-Mühlhausen
am Samstag, 3. August 2019, ab 9 Uhr.

Der Hohlweg beginnt beim Bauernhof Sperling, Hofsträßle 40.
Link zur Karte

Ist es wegen des Wetters zweifelhaft, ob der Einsatz am 3.8. stattfindet, können Sie gerne anrufen: 0711 9827993 oder 0176 4055 1121

Die Arbeiten beginnen mit einer fachlichen Einführung beim Hof Sperling und dauern vorraussichtlich bis ca. 17:00 Uhr. Selbstverständlich kann auch nur ein Teil der Zeit mitgeholfen werden.
Mittags gibt es ein gutes Vesper. Für Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Werkzeug ist vor Ort vorhanden, wenn Sie aber über eigenes geeignetes Werkzeug verfügen, können Sie es gerne mitbringen. Benötigt werden vor
allem Sense, Astschere, Gabel und Rechen. Und bringen Sie bitte robuste Areitshandschuhe für sich mit.

Über eine rege Mithilfe bei der Biotoppflege im Hohlweg würden wir uns sehr freuen.

Nutzen für die Artenvielfalt:
Unsere Biotoppflege ist für die Natur sehr wichtig. Nur so kann der Hohlweg als ökologisch wertvolles Feldgehölz und für Spaziergänger als attraktives Landschaftselement erhalten werden. Das Ziel der Maßnahme ist, die Hecken zu verjüngen und mehr Licht in den Hohlweg zu bringen. Dadurch finden zum Beispiel bedrohte Wildbienenarten einen guten Lebensraum. Die Krautschicht unter den Hecken kann sich besser entwickeln und mehr Blütenpflanzen für Insekten ausbilden.

Es fehlen nur noch Sie, liebe Helferinnen und Helfer. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie hinkommen, dann sagen Sie bitte Bescheid, wir können auch die Abholung von der Stadtbahn-Haltestelle in Stuttgart-Mühlhausen oder der Bushaltestelle der Linie 401/54 organisieren.
Wir laden Sie herzlich zur Mithilfe bei der Hohlweg-Pflege ein und würden uns über eine rege Teilnehme sehr freuen.

Biotoppflege: Hecke bei Kühlloch-Quelle auf Stock setzen Sa, 23.2.2019


Samstag, 23.2.2019 ab 10 Uhr

(Nähe Bushaltestelle Kornwestheim-Neckarstraße)

Interessierte mögen sich bitte bei der Arge melden.

Im Bereich der Kühlloch-Quelle hat das Land eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Leonberger Straße durchgeführt. Unter anderem wurde eine Grundwasser gefährdende Altlast von einer Tierkörperbeseitigung ausgebaggert und saniert. Das Frischwasser der Kühlloch-Quelle wurde gefasst und in einen Bachlauf abgeleitet. Die umgebenden Flächen wurden als blütenreiche Wiesen angelegt, welche ein reichliches Nahrungsangebot für Insekten bietet. Ein Rain wurde mit einer Feldhecke bepflanzt. Diese wird nun teilweise auf Stock gesetzt, um einen Neuaustrieb anzuregen.

weitere Infos zum naturschutzfachlich richtigen Heckenschnitt finden Sie hier

Hohlwegwinterpflege 15.12.2018, S-Mühlhausen

Rückblick auf eine gelungene Hohlwegpflege:

Falls Sie grundsätzlich Freude an der Arbeit draußen in der Natur haben, und sich aktiv für den Naturschutz engagieren wollen, dann melden Sie sich bitte telefonisch (0711 9827993) oder per E-Mail (michl@arge-nord-ost.de) bei uns. Wir freuen uns über viele Helferinnen und Helfer für die Biotoppflege. Wir würden Sie dann über unseren nächsten Einsatz informieren.

Die Hohlwegwinterpflege hatte stattgefunden am Samstag, 15.12.2018 Treffpunkt beim Eier-Hof Sperling,
Hofsträßle 40,
Stuttgart Mühlhausen
Karte bei anklicken vergrößert

Schematische Darstellung des korrekten Heckenschnitts


NABU Niedersachsen

Wir werden dabei Feldgehölze verjüngen und 40 Meter Hecke auf Stock setzen, damit sie wieder neu austreiben kann.
Werkzeug muss nicht mitgebracht werden, es wird von der Arge gestellt. Getränke und ein rustikales Vesper mittags gab es für alle Helfer.

Die Arbeit bei unserer Winter-Biotoppflege ist anstrengend und erfolgt auf eigene Gefahr. Am Abend sehnen Sie sich vermutlich nach einer heißen Dusche und Ihrem Bett. Trotzdem macht es allen, die mithelfen, immer wieder viel Spaß. Wir sind eine schlagkräftige Truppe, die Stimmung ist regelmäßig sehr gut, und am Nachmittag sieht man, was man zusammen alles für die Natur geleistet hat.

Hohlwegpflege im Sommer

Naturschutz konkret: Wir tun was gegen das Insektensterben


Am Samstag,  4. August 2018, haben zahlreiche Freiwillige den letzten naturbelassenen Hohlweg auf Stuttgarter Gemarkung gepflegt. Trotz großer Hitze wurden die Böschungen gemäht und Hecken zurückgeschnitten, damit mehr Sonnenlicht in den Hohlweg dringt. Insekten mögen Licht und Wärme, sowie ein  vielfältiges Blütenangebot. Dadurch finden zum Beispiel bedrohte Wildbienenarten einen guten Lebensraum. Die Krautschicht unter den Hecken kann sich besser entwickeln und mehr Blütenpflanzen für Insekten ausbilden. Durch die Mahd wird ein erneuter Austrieb angeregt und wir hoffen, dass es zur zweiten Blüte kommt. Diese Biotop-Pflegemaßnahme war selbstverständlich mit dem Amt für Umweltschutz abgesprochen und wurde naturschutzfachlich von Frau Conny Bischof betreut. Die Pflege findet im Rahmen des Arbeitskreises „Biotopverbund Mühlhausen/ Zazenhausen statt.
Für alle Beteiligte gab es ein gutes Vesper und ausreichend gekühlte Getränke. Wir danken Herrn Sperling, der uns seine Kühlraum hierfür zur Verfügung gestellt hat. Es hat allen viel Spaß gemacht und es ist ein gutes Gefühl, etwas sinnvolles für die Natur getan zu haben.

Streuobstwiesenpflege

Die Streuobstwiesen der Arge Nord-Ost und ihre Pflege

Broschüre als pdf-Datei zum Herunterladen

Wir haben in den letzten zehn Jahren sechs Grundstücke erworben, um in dem sehr stark beanspruchten Ballungsraum Stuttgart mit hohem Nutzungsdruck Streuobstwiesen-Biotope anzulegen, zu erhalten und zu entwickeln. Wichtig sind uns dabei ein gutes Verhältnis zur Landwirtschaft sowie auch Synergien für die Naherholung. Unser Ziel ist es, alle drei Nutzungsarten dieser siedlungsnahen Freiflächen – den Naturschutz, die Landwirtschaft und die Naherholung – gemeinsam zu fördern und bestehende Konflikte abzubauen.
Vier unserer Grundstücke sind bewusst Randstücke und liegen an der Nahtstelle unterschiedlicher Nutzungen. Damit lassen sich mit geringen Eingriffen in die landwirtschaftlichen Ackerflächen durch ökologisch hochwertige Obstbaumstreifen lineare Biotopstrukturen schaffen, die gleichzeitig auch den Erlebniswert der Landschaft für die Naherholung steigern.

Unsere Streuobstwiesen-Biotope pflegen und entwickeln wir nach naturschutzfachlichen Kriterien. Wir haben Landwirte, Biologen, Vogelkundler und andere Naturschutzfachleute unter unseren Mitgliedern. Zudem werden wir von einer Landschaftsplanerin und Mitarbeitern der Stadt Stuttgart fachlich beraten und arbeiten partnerschaftlich mit der Landwirtschaft zusammen.
Zur schlagkräftigen Pflege unserer Grundstücke stehen uns neben den üblichen Handgeräten auch Balkenmäher, Traktor mit Arbeitsbühne und Hänger zur Verfügung. Dadurch sind eine hohe Qualität und auch die Nachhaltigkeit unserer Arbeit gewährleistet.
Soweit alte Bäume vorhanden sind, versuchen wir sie zu revitalisieren und zu stabilisieren (Schnitt) und möglichst lange zu erhalten. Neue Bäume pflanzen wir mit großem Abstand und nehmen für Streuobstbau empfohlene, robuste und möglichst großwüchsige Sorten.
Wir nutzen alle Produkte der Streuobstwiese. Den bei der Pflege der Wiesen anfallenden Grasschnitt verfüttern wir entweder in der Nähe weidenden Hochlandrindern, geben ihn an Reiterhöfe ab oder speisen ihn als wertvolles Raufutter in die Heuwerbekette uns unterstützender Landwirte ein.
Wir schneiden unsere Bäume nicht auf Ertrag oder leichte Ernte, sondern richten den Baumschnitt daran aus, große und dabei möglichst langlebige und stabile Bäume zu erhalten (Oeschbergschnitt). So schaffen und erhalten wir Lebensräume für bedrohte Tierarten wie den Steinkauz.

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Weiterführende Links zum Thema Streuobstpflege:

Zum Thema naturgemäßer Obstbaumschnitt gibt es eine sehr gute Anleitung des

Deutschen Verbands für Landschaftspflege,

„Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen“,
Naturgemäßer Obstbauschnitt für die Praxis, Farbige Broschüre, 57 S. (03/2011)
Bestellung

Warum sind Streuobstwiesen so wichtig?

Auszug aus der Broschüre: „Stuttgarter Streuobstwiesen
Streuobstwiesen können – bei extensiver Bewirtschaftung –bis zu 450 Pflanzenarten und 3000 Tierarten beherbergen. Die Vielfalt reicht dabei vom Veilchen bis zur Orchideeund von der Ameise bis zur Fledermaus. Auf ausreichend großen Flächen sind teilweise sogar noch geschlossene Naturkreisläufe anzutreffen, das heißt, dort besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tieren und Pflanzen. Für die lokalen Biotopverbundsysteme (miteinander verbundeneRückzugsgebiete) sind Streuobstwiesen ebenfalls wichtig: Baumreihen verbinden die verschiedenen Lebensräume, einzelne Obstbaumparzellen bilden „Trittsteine” zwischen verschiedenen Biotopen für Vögel und Insekten.
Für viele Höhlenbewohner wie Spechte, Eulen, Fledermäuse und Siebenschläfer bieten die alten Obstbäume eine ideale Behausung. Früher als bei Waldbäumen bilden sich hier nämlich natürliche Höhlen im Holz. Da die älteren Bäume in den Wäldern immer weiter schwinden, sind Streuobstwiesen mit ihren Hochstämmen wichtige Überlebensmöglichkeiten für Spechtarten wie Mittel- und Buntspecht. Seltene Arten wie der Kleinspecht sowie der Wendehals können hier ebenfalls überleben, und für Bodenspechte wie den Grün- und Grauspecht ergeben sich geradezu ideale Lebensräume.
Auf Streuobstwiesen dominieren vor allem Pflanzenarten, die auf mäßig trockenen bis mäßig feuchten Wiesen und Weiden vorkommen. Es wachsen Schlüssel- und Witwenblumen, Veilchen, Margeriten, Wiesensalbei, Kleearten und andere bunt blühende Kräuter und Gräser. Gelegentlich gesellen sich einzelne Orchideenarten hinzu. Die blumen- und kräuterreichen Wiesen bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen, Wildbienen und sonstigen Insekten Lebensraum und auch Reptilien und den verschiedensten Säugetieren ein Zuhause.
Dieser Beitrag wurde am 20. Januar 2017 in Biotoppflege veröffentlicht.