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Keine Autobahn im Süden von Aldingen: Do, 7.3.2019

Nordostring – keine Umfahrung für Remseck

Der Nordostring ist das zentrale Teilstück einer neuen Ost-West Fernstraße, direkt im Süden von Aldingen.
Der vierspurige Nordostring würde die Neckarbrücke in Remseck nach den Berechnungen der Stadt Remseck lediglich um 9.000 Kfz je Tag entlasten. (Bei einem drei-spurigen Nordostring wäre die Abnahme noch geringer) Der Verkehr würde dort nach den Prognosen von etwa 40.000 auf 31.000 Kfz je Tag abnehmen.

Im Süden von Remseck-Aldingen 67.000 Kfz je Tag

Statt einer Entlastung bekäme Aldingen eine stark befahrene Autobahn vor der Haustür. Ein schlechter Tausch für Remseck, insbesondere für Aldingen!

Zusätzlicher Fernverkehr in unserem Raum

Die B10 (B35) Richtung Rheintal wird zunehmend 4-spurig ausgebaut, ebenso die B29 durch das Remstal Richtung Bayern. Der Nordostring würde diese beiden stark befahrenen Straßen über unsere Äcker und Grüngebiete hinweg verbinden. Wo heute frische Luft entsteht und sich die Menschen erholen, würden zukünftig bis zu 67.000 Kfz/Tag auf dem Nordostring Lärm und Abgase erzeugen.

Berlin plant nur für den Fernverkehr

In Berlin werden keine regionalen Verbindungsstraßen zwischen Waiblingen und Ludwigsburg geplant. Der Bund ist nur für den Fernverkehr zuständig. Genau vor unserer Haustüre entstünde zwischen
den stark belasteten Autobahnen A6 im Norden bei Heilbronn und A8 im Süden eine dritte Ost-West-Achse. Wo wir uns heute noch erholen, wo frische Luft entsteht und gesunde Lebensmittel erzeugt werden, hätten wir dann Tag und Nacht Lärm und Gestank des Fernverkehrs.

Den vollständigen Flyer zum Herunterladen finden Sie hier

Biotoppflege: Hecke bei Kühlloch-Quelle auf Stock setzen Sa, 23.2.2019


Samstag, 23.2.2019 ab 10 Uhr

(Nähe Bushaltestelle Kornwestheim-Neckarstraße)

Interessierte mögen sich bitte bei der Arge melden.

Im Bereich der Kühlloch-Quelle hat das Land eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Leonberger Straße durchgeführt. Unter anderem wurde eine Grundwasser gefährdende Altlast von einer Tierkörperbeseitigung ausgebaggert und saniert. Das Frischwasser der Kühlloch-Quelle wurde gefasst und in einen Bachlauf abgeleitet. Die umgebenden Flächen wurden als blütenreiche Wiesen angelegt, welche ein reichliches Nahrungsangebot für Insekten bietet. Ein Rain wurde mit einer Feldhecke bepflanzt. Diese wird nun teilweise auf Stock gesetzt, um einen Neuaustrieb anzuregen.

weitere Infos zum naturschutzfachlich richtigen Heckenschnitt finden Sie hier

Hohlwegwinterpflege 15.12.2018, S-Mühlhausen

Rückblick auf eine gelungene Hohlwegpflege:

Falls Sie grundsätzlich Freude an der Arbeit draußen in der Natur haben, und sich aktiv für den Naturschutz engagieren wollen, dann melden Sie sich bitte telefonisch (0711 9827993) oder per E-Mail (michl@arge-nord-ost.de) bei uns. Wir freuen uns über viele Helferinnen und Helfer für die Biotoppflege. Wir würden Sie dann über unseren nächsten Einsatz informieren.

Die Hohlwegwinterpflege hatte stattgefunden am Samstag, 15.12.2018 Treffpunkt beim Eier-Hof Sperling,
Hofsträßle 40,
Stuttgart Mühlhausen
Karte bei anklicken vergrößert

Schematische Darstellung des korrekten Heckenschnitts


NABU Niedersachsen

Wir werden dabei Feldgehölze verjüngen und 40 Meter Hecke auf Stock setzen, damit sie wieder neu austreiben kann.
Werkzeug muss nicht mitgebracht werden, es wird von der Arge gestellt. Getränke und ein rustikales Vesper mittags gab es für alle Helfer.

Die Arbeit bei unserer Winter-Biotoppflege ist anstrengend und erfolgt auf eigene Gefahr. Am Abend sehnen Sie sich vermutlich nach einer heißen Dusche und Ihrem Bett. Trotzdem macht es allen, die mithelfen, immer wieder viel Spaß. Wir sind eine schlagkräftige Truppe, die Stimmung ist regelmäßig sehr gut, und am Nachmittag sieht man, was man zusammen alles für die Natur geleistet hat.

Hohlwegpflege im Sommer

Versprochener Nutzen des Nordostrings absolut unglaubwürdig

Antwort der Arge Nord-Ost e.V. auf die Aussage von Bundesverkehrsminister Scheuer:
Angeblich überragendes Nutzen-Kostenverhältnis beim Nordostring

Hohe Renditeversprechen sind unglaubwürdig
Der erfahrene Sparer weiß, dass hohe Renditeversprechen wenig glaubhaft sind und allzu oft mit massiven Verlusten bezahlt werden. Dabei gilt der einfache Grundsatz: Je höher der angebliche Gewinn, umso riskanter die Anlage und umso unseriöser oft der Anbieter.
Bundesverkehrsminister Scheuer spricht beim Nordostring Stuttgart aber von einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von über 10. Was soll man von so einem Angebot halten, bei dem nicht nur 5 %, sondern je Jahr über 20 %, insgesamt fast 1000 % Rendite, versprochen werden? Denn nichts anderes bedeutet das von Bundesverkehrsminister Scheuer versprochene Nutzen-Kosten-Verhältnis. Demnach würde der Nordostring aus jedem investierten Euro fast 10 Euro Gewinn abwerfen.
Berechnungen des Bundesverkehrswegeplans umstritten,
keine Fahrzeiteinsparungen im Verkehr

Minister Scheuer beruft sich bei seiner Aussage auf die umstrittenen Berechnungen für den Bundesverkehrswegeplan 2030. Dort ist nachzulesen, wie diese sehr hohe Rendite zustande kommt: Sie beruht fast ausschließlich auf angebliche Fahrzeiteinsparungen beim Autoverkehr. Und nebenbei auch auf Verkehrszahlen, die nichts mit der Realität auf unseren Straßen zu tun haben. (so soll im Rosensteintunnel, der momentan im Bau ist, kein einziges Fahrzeig mehr fahren, wenn der Nordostring gebaut ist)
Beim Wirtschaftsverkehr können Fahrzeiteinsparungen zwar kurzfristig tatsächlich Kosten senken. Mittel- und langfristig führen sie aber dazu, dass sich die Konzentration auf wenige Großbetriebe verstärkt. Kleine und mittelständische Betriebe bleiben dabei auf der Strecke. Und für das heimische Handwerk bedeutet es, dass weiter entfernt liegende Handwerksbetriebe noch billiger auf den Stuttgarter Markt drängen können. Welchen Vorteil die einheimischen Gewerbetreibenden, die hier die hohen Stuttgarter Standortkosten tragen müssen, dadurch haben, möge Minister Scheuer diesen direkt erklären.

Weiter entfernt liegende Ziele werden angesteuert
Der überwiegende Anteil der Fahrzeuge im Verkehr allgemein, und so wird es auch auf dem Nordostring sein, ist aber nicht der Wirtschaftsverkehr, sondern mit 85 % der Privatverkehr. Bei diesem gibt es keine Kostensenkung. Im Gegenteil: Die durch die Beschleunigung auf neuen Streckenabschnitte eingesparte Zeit wird wieder im Verkehr investiert. Statt Zeit zu sparen, wird mehr gefahren. Das erhöht die Verkehrs- bzw. Fahrleistungen der Autos in unserer Region weiter.
Ausgaben für Verkehr nehmen zu
Die Ausgaben für den Verkehr steigen dadurch ebenso an wie alle damit verbundenen Belastungen, insbesondere Abgase, Lärm und auch Staus. Verkehrswissen-schaftlich ist dieses Phänomen längst bekannt und wird als induzierter Verkehr bezeichnet. Der Volksmund drückt es ebenso einfach wie zutreffend aus:
„Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.“
Wie unseriös die Nutzen-Kosten-Berechnungen von Herrn Scheuer sind, zeigt auch die breite Streuung der Ergebnisse der Nutzen-Berechnungen für ein und dieselbe Straße in den unterschiedlichen Fachplanungen. Während der Bund im Bundesver-kehrswegeplan 2030 beim Nordostring ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 10,6 be-rechnet hat, lag dieses bei den vorhergehenden Berechnungen und auch beim Regionalverkehrsplan weit darunter. Der Unterschied im Nutzen des Nordostrings beträgt zwischen den einzelnen Fachplanungen oft mehrere 100-Millionen Euro! Da fragt man sich als Bürger, was dabei überhaupt stimmt. Mit diesen widersprüchlichen Zah-len der Bevölkerung ein so umstrittenes Straßenbauprojekt wie den Nordostring verkaufen zu wollen, ist in hohem Maße unseriös. Bundes-Verkehrsminister Scheuer verspricht eine Rendite des Nordostrings, die es ganz sicher nicht geben wird. Beschleunigungen im Verkehr sparen keine Zeit, sondern führen zu mehr Verkehr, wodurch die im Verkehr zugebrachte Zeit letztlich sogar noch zunimmt.
Nordostring zerstört wesentliche Freiflächen
Was es aber sicher geben wird, das ist die Zerstörung großer, stadtnaher Freiflächen. Diese zeichnen sich durch ihre hervorragenden Ackerböden und ihren hohen Wert für die Naherholung sowie den Naturschutz aus. Es sind zudem klimaökolo-gisch wichtige Flächen für Stuttgart und die Umlandgemeinden. Der Verlust dieser wertvollen Flächen wird in Scheuers Nutzen-Kosten-Berechnung übrigens nicht berücksichtigt.
Gerade das zu Ende gehende Jahr 2018 hat uns mehr als deutlich gezeigt, wie weit die Klimaerwärmung schon vorangeschritten ist. Unsere noch verbliebenen Freiflächen sind daher überlebenswichtig für uns. Sie benötigen den höchsten Schutz und dürfen keinesfalls unglaubwürdigen Versprechen geopfert werden.