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Hohlwegpflege Sa, 30. Juli 2022

Für den Erhalt des letzten Hohlwegs in Stuttgart

Machen Sie mit: Hohlwegpflege: 30. Juli 2022, ab 09:00 Uhr.

Treffpunkt beim Hof Sperling (Übersichtskarte, Detailkarte) am südlichen Ende des Hohlwegs, Wenn Sie mit dem ÖPNV kommen, dann fahren Sie am besten mit dem Bus 53 aus Zuffenhausen kommend bis zur Haltestelle Mühlhausen Schloss oder mit der Stadtbahn bis Haltestelle Mühlhausen. Von dort sind es etwa 2 km zu Fuß.

Für Werkzeug, Getränke und Vesper sorgen wir. Sie können natürlich gerne auch Ihr eigenes Werkzeug mitbringen und damit arbeiten.
Wir freuen uns über alle Helferinnen und Helfer! Es wäre schön, wenn wir wieder Viele sind, dann kommen wir schnell und gut voran und es macht mehr Spaß.

Wenn am 30.7. schlechtes Wetter ist (Regen), verschieben wir den Termin um eine Woche (6.8.).

Dieser Beitrag wurde am 22. Juli 2022 in Uncategorized veröffentlicht.

ARGE Nord-Ost trauert um ihren Freund Friedrich-Wilhelm Kiel

Am Montag, dem 4. 4. 2022 ist unser Mitglied, Freund, Ratgeber und Förderer Friedrich-Wilhelm Kiel im Alter von 87 Jahren gestorben.

Kennengelernt haben wir Friedrich-Wilhelm Kiel Mitte der 1990-er Jahren als Oberbürgermeister von Fellbach und engagierten Gegner des Nordostrings. Durch unser gemeinsame Ziel, den Bau einer Autobahn über das Schmidener Feld zu verhindern, hatten wir in diesen Jahren viele Begegnungen mit ihm. Friedrich-Wilhelm Kiel saß oft als einfacher Zuhörer bei Veranstaltungen der ARGE im Publikum, hörte sich unsere Vorträge geduldig an und diskutierte hinterher mit uns. Diese Gespräche mit dem Fellbacher Stadtoberhaupt waren sehr hilfreich, wir lernten viel über die Sichtweise von Politik und Verwaltung. Die Diskussionen mit ihm waren gleichzeitig aber auch stets ein Test für uns, denn Friedrich-Wilhelm Kiel ließ uns keine Unstimmigkeiten in unserer Argumentation durchgehen.

Mit der Zeit lernten wir uns immer besser kennen, und zum anfänglichen Respekt kamen alsbald Vertrauen und später auch Freundschaft hinzu. Und nachdem Friedrich-Wilhelm Kiel sich nach drei Amtsperioden aus Altersgründen nicht mehr zum Fellbacher Stadtoberhaupt wählen lassen konnte, brachte er sich mit seinem herausragendem Wissen, seinem wachen Verstand, seiner Energie und seiner offenen Art umso mehr in den Widerstand gegen den Nordostring und die Arbeit der ARGE ein.

Für uns war Friedrich-Wilhelm Kiel ein großer Glücksfall. Zusammen mit ihm konnten wir in den Jahren 2005 bis 2010 drei Versuche der damals von der CDU geführten Landesregierung abwehren, mit einem Planfeststellungsverfahren für die Neckarquerung („Andriofbrücke“) in die Realisierung des Nordostrings einzusteigen. Dass dies letztendlich erfolgreich verhindert werden konnte, ja dass der Nordostring bis heute nicht weiter geplant, geschweige denn gebaut ist, ist zu einem sehr großen Anteil das Verdienst von Friedrich-Wilhelm Kiel. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken.

Friedrich-Wilhelm Kiel hat als Oberbürgermeister nicht nur „sein“ Fellbach ganz wesentlich und sehr positiv gestaltet, sondern weit über die Stadt und die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus gewirkt. Dabei hat er die Menschen in der Kappelbergstadt und ihre Anliegen nie vergessen. Trotz seiner vielen herausragenden Leistungen war er für uns immer ein herzlicher, offener und bescheidener Begleiter.

Unsere große Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen, seiner Ehefrau Gretel Kiel, seinen Kindern und den Enkeln. Ihnen mag es hoffentlich ein kleiner Trost sein zu erfahren, wie sehr wir Ihren verstorbenen Ehemann, Vater und Großvater geschätzt haben.

Leider ist Friedrich-Wilhelm Kiel zu früh gestorben, um noch miterleben zu können, dass seine und unsere gemeinsame Arbeit zur Bewahrung es Schmidener Feldes vor der Zerstörung durch den Nordostring endgültig erfolgreich ist. Hierzu bedarf es noch etwas Mühe. Es liegt jetzt an uns, dieses Werk in seinem Sinne gut zu vollenden.

Joseph Michl, Vorsitzender der ARGE Nord-Ost e.V.

Dieser Beitrag wurde am 6. April 2022 in Uncategorized veröffentlicht.

Hohlwegpflege 29.1.2022

„unser“ Hohlweg bei Stuttgart-Mühlhausen hat sich die letzten Jahre Dank der kontinuierlichen Arbeit gut entwickelt. Jetzt braucht er wieder eine Winterpflege.
Januar wollen wir daher einen Pflegeeinsatz durchführen. Der geplante Termin ist:

Samstag, 29.1.2022, ab 10 Uhr.
Wir treffen uns beim Hof Sperling, Hofsträßle 40.
(Übersichtskarte, Detailkarte) 

Sollte das Wetter an diesem Samstag sehr schlecht sein (Regen oder Schneefall), dann verschieben wir den Einsatz um zwei Wochen auf den 12.2..

Die Hohlwegpflege erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart. Wir werden dabei Feldgehölze (Hecken) auf beiden Seiten des Hohlwegs pflegen, d.h. teilweise auf Stock setzen, um sie zu verjüngen. Wir müssen aber auch noch Gras mähen, d.h. auch „Senser“ sind gerne gesehen.

Zum Vesper gibt es Brötchen mit Käse oder warmen Fleischkäse. Und dazu diverse (gut gekühlte?) Getränke. Etwas an warmen Getränken wird auch da sein, bringen Sie bitte eine Tasse mit. Und ganz toll wäre es, wenn Sie selbst eine Thermosflasche heissen Tee mitbringen können,

**** Wichtig wg. der Corona-Pandemie: ****

Um den Einsatz sicher durchführen zu können, haben wir beschlossen, dass wir uns an die 2G+ Regel halten. D.h. alle Teilnehmer sollten 3-mal geimpft sein, bzw. bei zweimal Impfung ein aktuelles Schnelltestzertifikat mitbringen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an mich. Wir arbeiten im Freien ohne Maskenpflicht. Von daher bitten wir auch, auf genügend Abstand (1,50 m) zu achten.

Ansonsten gilt wie immer:

Sicherheit und Spaß sind wichtiger als Schnelligkeit und Flächenleistung. Der Einsatz erfolgt auf eigenes Risiko. Wir haben ausreichend Werkzeug (Astscheren, Sägen etc.) vor Ort, wenn Sie aber Ihr eigenes mitbringen wollen, mit dem Sie gerne arbeiten, dann tun Sie das bitte.

Bitte unbedingt Arbeitshandschuhe (gefüttert) mitbringen.

Über eine rege Beteiligung trotz der widrigen Umstände würden wir uns sehr freuen.

Dieser Beitrag wurde am 20. Januar 2022 in Uncategorized veröffentlicht.

Nordostring – Straßenplanung ohne Zukunft

Pressemitteilung zur Diskussion über den Nordostring im Verband Region Stuttgart am 19.1.2022

ARGE Nord-Ost e.V.: Verkehrspolitik muss nachhaltig sein im Sinne  von Klima- und Ressourcenschutz

Am Mittwoch, den 19.1.2022 werden im Verkehrsausschuss des Verband Region Stuttgart (VRS) drei Anträge zum Thema Verkehrssituation im Nordosten von Stuttgart behandelt.

Bundesverfassungsgericht verlangt schnelles Handeln für Klimaschutz
Das Bundesverfassungsgericht hat gefordert, dass die Politik schnell etwas gegen die Klimakatastrophe tun muss. Das verpflichtet auch den Verband Region Stuttgart, sich darüber Gedanken zu machen, wie das Klimaziel für 2035, 40 % weniger CO2 im Verkehrssektor auszustoßen, in der Region Stuttgart erreicht werden kann.

FDP fordert Planung des Nordostrings
Stattdessen beschäftigt sich der Regionalverband auf Veranlassung von FDP und FW aber weiterhin mit dem Nordostring, einer autobahnähnlichen Straße, die durch Flächenversiegelung und erhöhte Fahrleistungen erheblich zur Klimakatastrophe beiträgt.

ARGE Nord-Ost für umweltfreundliche Mobilität
Die ARGE Nord-Ost e.V. befürwortet Initiativen, um die Verhältnisse für den Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehr zu verbessern. Ziel entsprechender Maßnahmen muss dabei vorrangig sein, den motorisierten Individualverkehr (MIV) zu verringern. Denn nur dieser verursacht die vielfach beklagten Verkehrsprobleme und ist in hohem Maße belästigend, umwelt- und klimaschädlich.

Neue Straßen bringen mehr Verkehr
Wie der Faktencheck des Verkehrsministeriums ergeben hat, könnte der Bau weiterer Straßen, insbesondere des Nordostrings, die Verkehrsprobleme hier nicht lösen, sondern würde die Verkehrsleistung des MIV nochmals erhöhen und damit zusätzliche Probleme schaffen.

Hierzu Joseph Michl, Vorsitzender der ARGE Nord-Ost e.V.: „Der Nordostring wäre Teil der Verkehrsprobleme, nicht der Lösung. Er würde die Dominanz des Kraftfahrzeugs verstärken und damit die Verkehrssituation im Zentrum der Region Stuttgart weiter verschlechtern.“

Nordostring zerstört Natur, Landschaft und Landwirtschaft
Hinzu kämen die unbestreitbaren, schwerwiegenden Eingriffe in Natur und Landschaft durch einen Nordostring. Auch für den Klimaschutz wäre der Bau einer neuen Straße mitten durch Wald, Wiesen und Felder eine Katastrophe. So könne man das Ziel, bis 2050 (oder früher) klimaneutral zu sein, sicher nicht erreichen. Dies gilt auch für eine Tunnelvariante.

Die ARGE fordert, dass, wie bei der Bekämpfung der Corona Epidemie, auch auf dem Gebiet der Verkehrspolitik mehr auf das Urteil unabhängiger Fachleute gehört wird.

Die Bevölkerung gehört hier mit einbezogen. Wobei es klar sein muss, dass Verkehrspolitik kein gut gefüllter Bauchladen ist, aus dem sich jeder die ihm gefallenden Maßnahmen heraussuchen kann. Verkehrspolitik muss nachhaltig sein im Sinne des Klimaschutzes und der Sicherung unserer natürlichen Ressourcen.

Nordostringplanung wäre Verschwendung von Steuergeldern
Was die Anträge der FDP und der Freien Wähler im Regionalparlament angeht, so laufen die darin enthaltenen Vorwürfe gegen das Landesverkehrsministerium ins Leere. Es ist, gerade nach dem Faktencheck, vollkommen richtig, dass Verkehrsminister Hermann den Nordostring nicht weiterplanen lässt.  Alles andere wäre eine Verschwendung von knapper Zeit und Geld.

Für eine zukunftssichere, nachhaltige Verkehrspolitik bedarf es einer Verkehrswende, nicht dem Bau weiterer, verkehrserzeugender Straßen. Dies wird früher oder später auch der Verband Region Stuttgart erkennen. Selbst die Bedingungen für den motorisierten Individualverkehr würden sich durch die überfällige Verkehrswende stark bessern.

Hierzu Joseph Michl: „Durch die Verkehrswende würde der nicht notwendige oder auf andere Verkehrsmittel verlagerbare motorisierte Individualverkehr entfallen. Dann hätte unser bereits bestehendes Straßennetz mehr als genügend Kapazität, den tatsächlich notwendigen Kraftfahrzeugverkehr komfortabel und mit guter Verkehrsqualität zu bewältigen.“

Pressemitteilung der ARGE Nord-Ost e.V.

Sitzungsunterlagen des Verbands Region Stuttgart zum Nordostring

Dieser Beitrag wurde am 18. Januar 2022 in Uncategorized veröffentlicht.

„Der Nord-Ost-Ring in Waiblingen Süd“, Mo 2.12.2019

Die BürgerInteressenGemeinschaft Waiblingen-Süd e.V. lädt ein
zum Informations- und Diskussionsabend
Montag, 2.12.2019 um 19:30 Uhr (Saalöffnung 18.45 Uhr)
Forum Süd im Martin- Luther- Haus (MLH),
Danziger Platz 30, Waiblingen

Moderation und Diskussionsleitung:
Frank Rodenhausen, Redaktionsleitung der Stuttgarter Zeitung in Waiblingen

Auf dem Podium :
Dr. Joachim Pfeiffer, Bundestagsabgeordneter und Mitglied der Regionalversammlung
Andreas Hesky, Oberbürgermeister Waiblingen und Mitglied des Kreistages und der Regionalversammlung
Klaus Riedel, Mitglied des Kreistages und Waiblinger Ex-Stadtrat
Joseph Michl, Vorsitzender der Arge Nord-Ost e.V.

Karten und Informationsmaterial über den Nord-Ost-Ring sind zu besichtigen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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Keine Autobahn im Süden von Aldingen: Do, 7.3.2019

Nordostring – keine Umfahrung für Remseck

Der Nordostring ist das zentrale Teilstück einer neuen Ost-West Fernstraße, direkt im Süden von Aldingen.
Der vierspurige Nordostring würde die Neckarbrücke in Remseck nach den Berechnungen der Stadt Remseck lediglich um 9.000 Kfz je Tag entlasten. (Bei einem drei-spurigen Nordostring wäre die Abnahme noch geringer) Der Verkehr würde dort nach den Prognosen von etwa 40.000 auf 31.000 Kfz je Tag abnehmen.

Im Süden von Remseck-Aldingen 67.000 Kfz je Tag

Statt einer Entlastung bekäme Aldingen eine stark befahrene Autobahn vor der Haustür. Ein schlechter Tausch für Remseck, insbesondere für Aldingen!

Zusätzlicher Fernverkehr in unserem Raum

Die B10 (B35) Richtung Rheintal wird zunehmend 4-spurig ausgebaut, ebenso die B29 durch das Remstal Richtung Bayern. Der Nordostring würde diese beiden stark befahrenen Straßen über unsere Äcker und Grüngebiete hinweg verbinden. Wo heute frische Luft entsteht und sich die Menschen erholen, würden zukünftig bis zu 67.000 Kfz/Tag auf dem Nordostring Lärm und Abgase erzeugen.

Berlin plant nur für den Fernverkehr

In Berlin werden keine regionalen Verbindungsstraßen zwischen Waiblingen und Ludwigsburg geplant. Der Bund ist nur für den Fernverkehr zuständig. Genau vor unserer Haustüre entstünde zwischen
den stark belasteten Autobahnen A6 im Norden bei Heilbronn und A8 im Süden eine dritte Ost-West-Achse. Wo wir uns heute noch erholen, wo frische Luft entsteht und gesunde Lebensmittel erzeugt werden, hätten wir dann Tag und Nacht Lärm und Gestank des Fernverkehrs.

Den vollständigen Flyer zum Herunterladen finden Sie hier

Biotoppflege: Hecke bei Kühlloch-Quelle auf Stock setzen Sa, 23.2.2019


Samstag, 23.2.2019 ab 10 Uhr

(Nähe Bushaltestelle Kornwestheim-Neckarstraße)

Interessierte mögen sich bitte bei der Arge melden.

Im Bereich der Kühlloch-Quelle hat das Land eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Leonberger Straße durchgeführt. Unter anderem wurde eine Grundwasser gefährdende Altlast von einer Tierkörperbeseitigung ausgebaggert und saniert. Das Frischwasser der Kühlloch-Quelle wurde gefasst und in einen Bachlauf abgeleitet. Die umgebenden Flächen wurden als blütenreiche Wiesen angelegt, welche ein reichliches Nahrungsangebot für Insekten bietet. Ein Rain wurde mit einer Feldhecke bepflanzt. Diese wird nun teilweise auf Stock gesetzt, um einen Neuaustrieb anzuregen.

weitere Infos zum naturschutzfachlich richtigen Heckenschnitt finden Sie hier