Archiv | Januar 2017

Regionalverkehrsplan – Jetzt Einspruch einlegen!

Beteiligungsverfahren für die Fortschreibung

Der Entwurf des Regionalplanverkehrsplans können Sie im Internet abrufen unter:

Regionalverkehrsplan

Im Entwurf des Regionalverkehrsplans ist der Nordostring Stuttgart mit höchster Dringlichkeit aufgeführt. Hergeleitet wird diese Dringlichkeit von einer angeblich überragenden Verkehrsbedeutung des Nordostrings für den Norden der Region Stuttgart, ja selbst für die Stuttgarter Innenstadt. Die zugrundeliegenden Verkehrsberechnungen der Regionalverbands haben nur einen Schönheitsfehler: Sie sind unvollständig und stehen vielfach in Widerspruch zu den Zahlen von Verkehrszählungen und vielen anderen Gutachten. Solange nicht geklärt ist, wie es zu diesen Unstimmigkeiten kommt, können sie schwerlich zur Begründung milliardenschwerer Investitionen im Straßenbau herhalten.

Seit eineinhalb Jahren versuchen wir daher, das den Bewertungen zugrundeliegende Verkehrsgutachten des Regionalverbands zu bekommen. Bisher leider vergeblich. Es ist auch nicht mit ausgelegt.

Hat der Regionalverband überhaupt ein nachprüfbares Verkehrsgutachten zu seinen Planungen erstellt, oder existieren diese Berechnungen samt den Berechnungsmethoden nur auf Rechnern von Gutachterbüros? Wir werden diese Frage klären und Sie an dieser Stelle dazu informieren.

Bis 24.04.2017 können Sie eine Stellungnahme an die Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart schicken. Die Arge Nord-Ost e.V. hat einen Mustereinspruch mit Argumentationsvorschlägen für Sie entstellt.

Der Regionalverkehrsplan besteht aus einem
• Textteil,
• Kartenteil, und einem
• Umweltbericht (als Ergebnis einer strategischen Umweltprüfung, SUP).

Zum derzeitigen Entwurf können Sie sich insgesamt äußern und eine Stellungnahme, wie nachfolgend erläutert, als E-Mail senden. Sie können aber auch einzelne Maßnahmen-Vorschläge aus der Karte auswählen. Die Auswahl, was Sie im Einzelnen ansehen wollen bzw. wozu Sie eine Stellungnahme abgeben wollen, können Sie innerhalb des

1. Thema wählen (z.B. Text, Karte, Schienen-, Straßenverkehr,…)
2. Stellungnahme (je Einzelaspekt) verfassen. Gegebenenfalls weitere Stellungnahme verfassen (Schritt 1-2 wiederholen)
3. Kontaktdaten angeben
4. Überprüfen und Absenden

 

 

Dieser Beitrag wurde am 30/01/2017 in Uncategorized veröffentlicht.

Verband Region Stuttgart fordert Nordostring

Mit den Stimmen von AfD, FDP, Freien Wählern und CDU hat das Regionalparlament beschlossen, dass der Nordostring Stuttgart mit höchster Priorität in den Regionalverkehrsplan aufgenommen werden soll. Er beruft sich dabei auf eine angebliche Entlastung der Stuttgarter Innenstadt durch den Nordostring. Wer sich aber die zugrundeliegenden Untersuchungen gründlich anschaut, erkennt schnell, dass dies nicht zutrifft.

Nordostring im Regionalverkehrsplan

Pressemitteilung:

Nordostring: grundloser Jubel der Befürworter

Am Mittwoch, dem 21.12.2016, berät der Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart (VRS) über den neuen Regionalverkehrsplan. Darin enthalten ist auch der Nordostring.

Die Befürworter des Nordostrings sind in weihnachtlicher Hochstimmung. Vor kurzem wurde der Nordostring wieder als Planung des weiteren Bedarfs in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Und nun soll sogar gutachterlich festgestellt worden sein, dass der Nordostring die Stuttgarter Innenstadt spürbar von Verkehr und Abgasen entlasten würde. Der Jubel stützt sich dabei auf neue Untersuchungen des VRS.

Angebliche Entlastung des Talkessels stammt von Filderauffahrt – nicht vom Nordostring

Hierzu Joseph Michl, Vorsitzender der ARGE Nord-Ost e.V. (ARGE): „Offensichtlich haben sich die Befürworter die Unterlagen des VRS nicht genau angeschaut. Die angenommene positive Wirkung zur Lösung des Stuttgarter Feinstaubproblems im Talkessel und besonders an den Luftschadstoff-Brenn-punkten Hohenheimer Straße und Neckartor hat nichts mit dem Nordostring zu tun. Sie beruht aus-schließlich auf der von den Gutachtern behaupteten Wirkung einer B14 Filderauffahrt, die einen 7 km langen Tunnel beinhaltet, und die in Kombination mit dem Nordostring unterstellt wird.“

Diese Filderauffahrt wäre sehr teuer, sie soll nach Schätzung des VRS 400 Millionen Euro kosten. Da sie auch nicht im Bundesverkehrswegeplan enthalten ist, ist der Bau der Filderauffahrt illusionär, zumindest für die nächsten 15 Jahre.

Zudem gehen die Gutachter bei ihrer Prognose davon aus, dass die Abgase, die durch den enormen Verkehr in dem Tunnel der Filderauffahrt entstünden (ca. 65.000 Kfz/24h), aufwendig mit Tunnel-Abgasfiltern (!) gereinigt würden. Wie u.a. der Einhorn-Tunnel in Schwäbisch Gmünd zeigt, ist von Tunnelfiltern in Deutschland jeweils nur im Vorfeld von Tunnelplanungen die Rede. „Tatsächlich gibt es unseres Wissens keinen einzigen Straßentunnel in Deutschland mit Tunnel-Abgasfiltern“ so Michl.

Mit dem Nordostring allein aber wäre selbst nach den zweifelhaften Zahlen der Region so gut wie keine Entlastung der Abgas-geplagten Stuttgarter Innenstadt verbunden. Hierzu Joseph Michl: „Dass die Befürworter des Nordostrings diesen jetzt als großen Befreiungsschlag für die Stuttgarter Luftbe-lastungsprobleme präsentieren, ist sachlich nicht gerechtfertigt. An der Tatsache, dass der Nordost-ring kein Beitrag zur Lösung der Stuttgarter Luftprobleme ist, hat sich nichts geändert.“

Die Gutachten des VRS sind fehlerhaft

Wenig vertrauensbildend ist nach Ansicht der Verkehrsfachleute der ARGE, dass viele Gutachten für den Regionalverkehrsplan aus demselben Büro stammen, das auch bei der Erstellung der grob fehlerhaften Datengrundlagen für den Bundesverkehrswegeplan beteiligt war. Das Land Baden-Württemberg, beteiligte Kommunen, Umweltverbände und nicht zuletzt auch die ARGE Nord-Ost e.V. hatten im Rahmen der Anhörung auf massive Fehler hingewiesen. Leider vergeblich, korrigiert wurde nichts, sondern der fehlerhafte Bundesverkehrswegeplan im Bundestag als Gesetz beschlossen.

Bei der ARGE hat man sich die Unterlagen zum Regionalverkehrsplan daher genauer angesehen. Doch schon beim ersten Blick auf den Maßnahmensteckbrief zum Nordostring (Regionalverkehrsplan Anhang 4, s. Anlage) fallen wieder Fehler auf: So soll der 3-spurige Nordostring 14,03 km lang sein, der 4-spurige aber nur 9,05 km. Beim Bundesverkehrswegeplan gingen dieselben Gutachter noch von 11,5 km Länge aus. Und während die Gutachter beim Regionalverkehrsplan von 1,229 Millionen eingesparten Pkw-Stunden je Jahr durch den Nordostring ausgehen, waren es bei den Berechnungen für den Bundesverkehrswegeplan 5,41 Millionen Pkw-Stunden je Jahr.

Was stimmt denn nun? Da kann man wenig Zutrauen aufbringen, dass die restlichen Zahlen im Regionalverkehrsplan stimmen. Die grafische Darstellung beim Maßnahmensteckbrief geht offensichtlich auch davon aus, dass der Nordostring bei der Waiblinger Westumfahrung endet, was zumindest Zweifel nährt, ob die Gutachter eine richtige Vorstellung vom untersuchten Nordostring haben oder ob nicht schon deshalb falsch gerechnet wird.

Bei den Berechnungen der Verkehrszahlen fällt weiterhin auf, dass die stark befahrene Waiblinger Westumfahrung von den Gutachtern schlichtweg vergessen wurde. Diese Straße liegt direkt im Plangebiet des Nordostrings und hat einen erheblichen Einfluss auf das dortige Verkehrsgeschehen.

VRS hält Gutachten zurück

Die Verkehrsexperten der ARGE gehen davon aus, dass die Gutachten noch weitere schwerwiegende Fehler enthalten. Überprüfen lässt sich das alles nicht, da der VRS die zugrundeliegenden Gutachten des Regionalplans größtenteils nicht veröffentlicht. Die ARGE und auch der Landesnaturschutzverband hatten sie schon mehrfach vergeblich nachgefragt. Nach Auskunft des VRS sind sie noch nicht fertig bzw. müssen Anfang nächsten Jahres zuerst den Regionalräten vorgelegt werden, bevor sie veröffentlicht werden können. Dadurch bleibt vieles im Vagen und ist nicht überprüfbar.

OB Hesky informiert Bürger nicht korrekt – Es wird keinen zweispurigen Nordostring geben

Der Waiblinger OB und Regionalrat Andreas Hesky vertritt öffentlich die Meinung, Waiblingen wolle nur einen 2-spurigen Nordostring. Er müsste aber wissen, dass es keinen zweispurigen Nordostring gibt. Dieser ist und bleibt mindestens 4-spurig und Autobahn ähnlich. So steht es im Bundesverkehrswegeplan, und etwas anderes ließe angesichts der enormen Verkehrszahlen, die für den Nordostring prognostiziert werden, keine Planungsrichtlinie zu. Wenn der Waiblinger OB daher den Bau des Nordostrings fordert, redet er damit stets einer 4- oder 6-spurigen, stark befahrenen Autobahn unmittelbar vor den Toren seiner Stadt das Wort.

Der Nordostring löst keine Verkehrsprobleme in der Kernregion, sondern schafft neue

Der Nordostring zieht zum einen weiträumig motorisierten Verkehr in die Kernregion des Ballungsraums Stuttgart, zum anderen erhöht er die Verkehrsnachfrage. Er vergrößert damit das motorisierte Verkehrsaufkommen in der Kernregion. Dieser Zusatzverkehr trifft dort auf ein Straßennetz, das bereits jetzt schon zeitweise bis zum Limit belastet ist. Zwangsläufig wird es dadurch zu einer Zunahme der Staus im Umfeld des Nordostrings kommen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was die Kernregion Stuttgart braucht. Diese negativen Auswirkungen sind dabei völlig unabhängig davon, ob ein Nordostring als Tunnel oder oberirdisch gebaut wird.

Natur und Umwelt blieben beim Nordostring auf der Strecke

Bei aller notwendigen Diskussion über die verkehrlichen Auswirkungen darf nicht übersehen werden, dass der Nordostring nach wie vor mit ganz erheblichen Eingriffen in wertvolle Freiflächen auf dem Langen Feld, der Büchenau und dem Schmidener Feld verbunden wäre. Der Nordostring würde den Wert dieser Freiflächen für die Erholung, die Landwirtschaft und die Natur spürbar reduzieren. Dies ist völlig unbestritten. Die durch den Nordostring verursachten Schäden stehen nach Ansicht der ARGE in keinerlei vertretbarem Verhältnis zu den fragwürdigen verkehrlichen Vorteilen.

Mehr öffentlicher Verkehr hält die Region mobil

Es gehört zur vorrangigen Aufgaben des VRS, für einen funktionierenden ÖV zu sorgen. Straßenplanungen sind hingegen nicht Aufgabe des Regionalverbandes. „Wer die Region mobil halten will, kommt an wesentlichen Verbesserungen beim öffentlichen Verkehr (ÖV) nicht vorbei“, bekräftigt die ARGE Nord-Ost.
Heute aber vergeht praktisch kein Werktag ohne Zugausfälle und S-Bahn-Chaos. Dar aktuelle Zustand der S-Bahn ist derart beklagenswert, dass viele Pendler wieder auf das Auto umsteigen.
Die ARGE möchte den VRS daher ermuntern, sich zukünftig mit noch mehr Kraft um seine eigentliche Kernaufgabe, eine funktionierende S-Bahn in der Region Stuttgart, zu kümmern. Es ist dringend notwendig, die S-Bahn wieder in einen zuverlässig benutzbaren Zustand zu versetzen. Daneben sollten auch Linienverlängerungen und auch neue Linien (bsp. Schorndorf – Waiblingen – Remseck – Ludwigsburg – Markgröningen) möglichst rasch geplant und umgesetzt werden.
Die Planung von Bundesstraßen kann der VRS nach Meinung der ARGE dagegen ruhigen Gewissens bei Bund und Land belassen.

Download: 20161220-PM-Nordostring-im-Regionalverkehrsplan

Streuobstwiesenpflege

Die Streuobstwiesen der Arge Nord-Ost und ihre Pflege

Broschüre als pdf-Datei zum Herunterladen

Wir haben in den letzten zehn Jahren sechs Grundstücke erworben, um in dem sehr stark beanspruchten Ballungsraum Stuttgart mit hohem Nutzungsdruck Streuobstwiesen-Biotope anzulegen, zu erhalten und zu entwickeln. Wichtig sind uns dabei ein gutes Verhältnis zur Landwirtschaft sowie auch Synergien für die Naherholung. Unser Ziel ist es, alle drei Nutzungsarten dieser siedlungsnahen Freiflächen – den Naturschutz, die Landwirtschaft und die Naherholung – gemeinsam zu fördern und bestehende Konflikte abzubauen.
Vier unserer Grundstücke sind bewusst Randstücke und liegen an der Nahtstelle unterschiedlicher Nutzungen. Damit lassen sich mit geringen Eingriffen in die landwirtschaftlichen Ackerflächen durch ökologisch hochwertige Obstbaumstreifen lineare Biotopstrukturen schaffen, die gleichzeitig auch den Erlebniswert der Landschaft für die Naherholung steigern.

 

Unsere Streuobstwiesen-Biotope pflegen und entwickeln wir nach naturschutzfachlichen Kriterien. Wir haben Landwirte, Biologen, Vogelkundler und andere Naturschutzfachleute unter unseren Mitgliedern. Zudem werden wir von einer Landschaftsplanerin und Mitarbeitern der Stadt Stuttgart fachlich beraten und arbeiten partnerschaftlich mit der Landwirtschaft zusammen.
Zur schlagkräftigen Pflege unserer Grundstücke stehen uns neben den üblichen Handgeräten auch Balkenmäher, Traktor mit Arbeitsbühne und Hänger zur Verfügung. Dadurch sind eine hohe Qualität und auch die Nachhaltigkeit unserer Arbeit gewährleistet.
Soweit alte Bäume vorhanden sind, versuchen wir sie zu revitalisieren und zu stabilisieren (Schnitt) und möglichst lange zu erhalten. Neue Bäume pflanzen wir mit großem Abstand und nehmen für Streuobstbau empfohlene, robuste und möglichst großwüchsige Sorten.
Wir nutzen alle Produkte der Streuobstwiese. Den bei der Pflege der Wiesen anfallenden Grasschnitt verfüttern wir entweder in der Nähe weidenden Hochlandrindern, geben ihn an Reiterhöfe ab oder speisen ihn als wertvolles Raufutter in die Heuwerbekette uns unterstützender Landwirte ein.
Wir schneiden unsere Bäume nicht auf Ertrag oder leichte Ernte, sondern richten den Baumschnitt daran aus, große und dabei möglichst langlebige und stabile Bäume zu erhalten (Oeschbergschnitt). So schaffen und erhalten wir Lebensräume für bedrohte Tierarten wie den Steinkauz.

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Weiterführende Links zum Thema Streuobstpflege:

Zum Thema naturgemäßer Obstbaumschnitt gibt es eine sehr gute Anleitung des

Deutschen Verbands für Landschaftspflege,

„Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen“,

die sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

 

 

 

Warum sind Streuobstwiesen so wichtig?

Auszug aus der Broschüre: „Stuttgarter Streuobstwiesen
Streuobstwiesen können – bei extensiver Bewirtschaftung –bis zu 450 Pflanzenarten und 3000 Tierarten beherbergen. Die Vielfalt reicht dabei vom Veilchen bis zur Orchideeund von der Ameise bis zur Fledermaus. Auf ausreichend großen Flächen sind teilweise sogar noch geschlossene Naturkreisläufe anzutreffen, das heißt, dort besteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tieren und Pflanzen. Für die lokalen Biotopverbundsysteme (miteinander verbundeneRückzugsgebiete) sind Streuobstwiesen ebenfalls wichtig: Baumreihen verbinden die verschiedenen Lebensräume, einzelne Obstbaumparzellen bilden „Trittsteine” zwischen verschiedenen Biotopen für Vögel und Insekten.
Für viele Höhlenbewohner wie Spechte, Eulen, Fledermäuse und Siebenschläfer bieten die alten Obstbäume eine ideale Behausung. Früher als bei Waldbäumen bilden sich hier nämlich natürliche Höhlen im Holz. Da die älteren Bäume in den Wäldern immer weiter schwinden, sind Streuobstwiesen mit ihren Hochstämmen wichtige Überlebensmöglichkeiten für Spechtarten wie Mittel- und Buntspecht. Seltene Arten wie der Kleinspecht sowie der Wendehals können hier ebenfalls überleben, und für Bodenspechte wie den Grün- und Grauspecht ergeben sich geradezu ideale Lebensräume.
Auf Streuobstwiesen dominieren vor allem Pflanzenarten, die auf mäßig trockenen bis mäßig feuchten Wiesen und Weiden vorkommen. Es wachsen Schlüssel- und Witwenblumen, Veilchen, Margeriten, Wiesensalbei, Kleearten und andere bunt blühende Kräuter und Gräser. Gelegentlich gesellen sich einzelne Orchideenarten hinzu. Die blumen- und kräuterreichen Wiesen bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen, Wildbienen und sonstigen Insekten Lebensraum und auch Reptilien und den verschiedensten Säugetieren ein Zuhause.
Dieser Beitrag wurde am 20/01/2017 in Biotoppflege veröffentlicht.

Literatur

„Pflanzung und Pflege von Streuobstbäumen“

Zum Thema naturgemäßer Obstbaumschnitt gibt es eine sehr gute Anleitung des
Deutschen Verbands für Landschaftspflege

Diese Broschüre soll eine praxisbezogene Hilfe für all jene sein, die vor der Aufgabe stehen hochstämmige Obstbäume zu pflanzen oder eine bestehende Obstwiese zu pflegen. Sie wurde speziell für die Pflege von Streuobstwiesen erarbeitet. Es werden geeignete Leitbilder und praxiserprobte Schnitttechniken für Hochstämme empfohlen, deren Anwendung den Baum gesund erhalten und gleichzeitig den Arbeitsaufwand bei der Baumpflege minimieren.

PDF-Datei zum Herunterladen

 

 

„Stehzeuge – Der Stau ist kein Verkehrsproblem“

Hermann Knoflacher, 2. Auflage 2009, 205 S., 109 Zeichnungen des Autors, Preis: € 19.90, 978-3-205-78398-5

Das Auto ist eigentlich kein Fahr-, sondern eine Stehzeug. Entweder steht es auf einem Parkplatz oder im Stau. Und der Stau ist wiederum eine Folge der falschen Parkraumorganisation. Man spricht von Freiheit durch das Auto und übersieht dabei, daß man bereits in die „Autofalle“ getappt ist. Solange das Auto nicht zumindest genauso weit weg von allen Aktivitäten des Menschen ist wie die Haltestelle eines attraktiven, regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels, gibt es aus dieser Falle kein Entkommen. Nur durch eine andere Struktur, in der die Siedlungen nicht von Autos besetzt und kontrolliert werden, kann die Voraussetzung für die menschliche Weiterentwicklung geschaffen werden.

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Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen


Veröffentlichung des Umweltbundesamtes

Nach der flächendeckenden Ausweisung von Tempo-30-Zonen im Nebennetz wenden nun immer mehr Kommunen Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen an. Gründe sind meist eine höhere Verkehrssicherheit, besserer Lärmschutz, Luftreinhaltung und auch häufig die Förderung von Fuß- und Radverkehr sowie eine höhere Aufenthaltsqualität. Vielerorts bestehen Unsicherheiten über die tatsächlichen Auswirkungen einer Tempo-30 Ausweisung auf Hauptverkehrsstraßen.
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Determinanten der Verkehrsentstehung

Veröffentlichung des Umweltbundesamtes
Der Beitrag versucht, die wichtigsten Bedingungen der Entstehung von Verkehr zu identifizieren. Ziel ist es, das Geflecht gesellschaftlicher, kultureller und wirtschaftlicher Entwicklungen sichtbar zu machen und Handlungsoptionen aufzuzeigen, mit denen durch sinnvolle Verkehrsverringerungsstrategien ein Beitrag zum Erreichen der Politikziele Nachhaltige Mobilität und die Entkopplung von Verkehrs- und Wirtschaftsleistung geleistet werden kann.
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