{"id":158,"date":"2017-01-20T20:03:42","date_gmt":"2017-01-20T19:03:42","guid":{"rendered":"http:\/\/landschaftsschutz.org\/?p=158"},"modified":"2025-08-15T21:32:48","modified_gmt":"2025-08-15T19:32:48","slug":"streuobstwiesenpflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/landschaftsschutz.org\/?p=158","title":{"rendered":"Streuobstwiesenpflege"},"content":{"rendered":"<p>Die Streuobstwiesen der Arge Nord-Ost und ihre Pflege<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Streuobstwiesen-ARGE-Nord-Ost.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-166 size-full\" src=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/titel-streuobstwiesen.jpg\" width=\"200\" height=\"263\"><\/a><a href=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Streuobstwiesen-ARGE-Nord-Ost.pdf\">Brosch\u00fcre als pdf-Datei zum Herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Wir haben in den letzten zehn Jahren sechs Grundst\u00fccke erworben, um in dem sehr stark beanspruchten Ballungsraum Stuttgart mit hohem Nutzungsdruck Streuobstwiesen-Biotope anzulegen, zu erhalten und zu entwickeln. Wichtig sind uns dabei ein gutes Verh\u00e4ltnis zur Landwirtschaft sowie auch Synergien f\u00fcr die Naherholung. Unser Ziel ist es, alle drei Nutzungsarten dieser siedlungsnahen Freifl\u00e4chen \u2013 den Naturschutz, die Landwirtschaft und die Naherholung \u2013 gemeinsam zu f\u00f6rdern und bestehende Konflikte abzubauen.<br \/>\nVier unserer Grundst\u00fccke sind bewusst Randst\u00fccke und liegen an der Nahtstelle unterschiedlicher Nutzungen. Damit lassen sich mit geringen Eingriffen in die landwirtschaftlichen Ackerfl\u00e4chen durch \u00f6kologisch hochwertige Obstbaumstreifen lineare Biotopstrukturen schaffen, die gleichzeitig auch den Erlebniswert der Landschaft f\u00fcr die Naherholung steigern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/?attachment_id=113\" rel=\"attachment wp-att-113\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-113\" src=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/baumschnitt-buechenau-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Unsere Streuobstwiesen-Biotope pflegen und entwickeln wir nach naturschutzfachlichen Kriterien. Wir haben Landwirte, Biologen, Vogelkundler und andere Naturschutzfachleute unter unseren Mitgliedern. Zudem werden wir von einer Landschaftsplanerin und Mitarbeitern der Stadt Stuttgart fachlich beraten und arbeiten partnerschaftlich mit der Landwirtschaft zusammen.<br \/>\nZur schlagkr\u00e4ftigen Pflege unserer Grundst\u00fccke stehen uns neben den \u00fcblichen Handger\u00e4ten auch Balkenm\u00e4her, Traktor mit Arbeitsb\u00fchne und H\u00e4nger zur Verf\u00fcgung. Dadurch sind eine hohe Qualit\u00e4t und auch die Nachhaltigkeit unserer Arbeit gew\u00e4hrleistet.<br \/>\nSoweit alte B\u00e4ume vorhanden sind, versuchen wir sie zu revitalisieren und zu stabilisieren (Schnitt) und m\u00f6glichst lange zu erhalten. Neue B\u00e4ume pflanzen wir mit gro\u00dfem Abstand und nehmen f\u00fcr Streuobstbau empfohlene, robuste und m\u00f6glichst gro\u00dfw\u00fcchsige Sorten.<br \/>\nWir nutzen alle Produkte der Streuobstwiese. Den bei der Pflege der Wiesen anfallenden Grasschnitt verf\u00fcttern wir entweder in der N\u00e4he weidenden <a href=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/?attachment_id=114\" rel=\"attachment wp-att-114\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-114 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/baumschnitt-schulung-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Hochlandrindern, geben ihn an Reiterh\u00f6fe ab oder speisen ihn als wertvolles Raufutter in die Heuwerbekette uns unterst\u00fctzender Landwirte ein.<br \/>\nWir schneiden unsere B\u00e4ume nicht auf Ertrag oder leichte Ernte, sondern richten den Baumschnitt daran aus, gro\u00dfe und dabei m\u00f6glichst langlebige und stabile B\u00e4ume zu erhalten (Oeschbergschnitt). So schaffen und erhalten wir Lebensr\u00e4ume f\u00fcr bedrohte Tierarten wie den Steinkauz.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Streuobstwiesen-ARGE-Nord-Ost.pdf\">weiterlesen<\/a><\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Links zum Thema Streuobstpflege:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lpv.de\/uploads\/tx_ttproducts\/datasheet\/Obstbaumschnitt_web.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"attachment noopener wp-att-210\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-210 size-full\" src=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DVL-Streuobst.jpg\" width=\"163\" height=\"231\"><\/a> Zum Thema naturgem\u00e4\u00dfer Obstbaumschnitt gibt es eine sehr gute Anleitung des<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dvl.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Verbands f\u00fcr Landschaftspflege<\/a>,<\/p>\n<p><strong>&#8222;Pflanzung und Pflege von Streuobstb\u00e4umen&#8220;<\/strong>,<br \/>\nNaturgem\u00e4\u00dfer Obstbauschnitt f\u00fcr die Praxis, Farbige Brosch\u00fcre, 57 S. (03\/2011)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dvl.org\/publikationen\/artikelansicht\/pflanzung-und-pflege-von-streuobstbaeumen-pxxx-p-2011-1b\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bestellung<\/a><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Warum sind Streuobstwiesen so wichtig?<\/strong><\/p>\n<div><strong>Auszug aus der Brosch\u00fcre: &#8222;Stuttgarter Streuobstwiesen&#8220;<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/www.stuttgart.de\/img\/mdb\/publ\/5866\/37351.pdf\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-115 size-full\" src=\"http:\/\/landschaftsschutz.org\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/stgter-streuobst.jpg\" width=\"100\" height=\"247\"><\/a>Streuobstwiesen k\u00f6nnen \u2013 bei extensiver Bewirtschaftung \u2013bis zu <strong>450 Pflanzenarten und 3000 Tierarten<\/strong> beherbergen. Die Vielfalt reicht dabei vom Veilchen bis zur Orchideeund von der Ameise bis zur Fledermaus. Auf ausreichend gro\u00dfen Fl\u00e4chen sind teilweise sogar noch geschlossene Naturkreisl\u00e4ufe anzutreffen, das hei\u00dft, dort besteht ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen Tieren und Pflanzen. F\u00fcr die lokalen Biotopverbundsysteme (miteinander verbundeneR\u00fcckzugsgebiete) sind Streuobstwiesen ebenfalls wichtig: Baumreihen verbinden die verschiedenen Lebensr\u00e4ume, einzelne Obstbaumparzellen bilden \u201eTrittsteine\u201d zwischen verschiedenen Biotopen f\u00fcr V\u00f6gel und Insekten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>F\u00fcr <strong>viele H\u00f6hlenbewohner<\/strong> wie Spechte, Eulen, Flederm\u00e4use und Siebenschl\u00e4fer bieten die alten Obstb\u00e4ume eine ideale Behausung. Fr\u00fcher als bei Waldb\u00e4umen bilden sich hier n\u00e4mlich nat\u00fcrliche H\u00f6hlen im Holz. Da die \u00e4lteren B\u00e4ume in den W\u00e4ldern immer weiter schwinden, sind Streuobstwiesen mit ihren Hochst\u00e4mmen wichtige \u00dcberlebensm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Spechtarten wie Mittel- und Buntspecht. Seltene Arten wie der Kleinspecht sowie der Wendehals k\u00f6nnen hier ebenfalls \u00fcberleben, und f\u00fcr Bodenspechte wie den Gr\u00fcn- und Grauspecht ergeben sich geradezu ideale Lebensr\u00e4ume.<\/div>\n<div>\n<div>Auf Streuobstwiesen dominieren vor allem Pflanzenarten, die auf m\u00e4\u00dfig trockenen bis m\u00e4\u00dfig feuchten Wiesen und Weiden vorkommen. Es wachsen Schl\u00fcssel- und Witwenblumen, Veilchen, Margeriten, Wiesensalbei, Kleearten und andere bunt bl\u00fchende Kr\u00e4uter und Gr\u00e4ser. Gelegentlich gesellen sich einzelne Orchideenarten hinzu. Die blumen- und kr\u00e4uterreichen Wiesen bieten einer Vielzahl von Schmetterlingen, Wildbienen und sonstigen Insekten Lebensraum und auch Reptilien und den verschiedensten S\u00e4ugetieren ein Zuhause.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Streuobstwiesen der Arge Nord-Ost und ihre Pflege Brosch\u00fcre als pdf-Datei zum Herunterladen Wir haben in den letzten zehn Jahren sechs Grundst\u00fccke erworben, um in dem sehr stark beanspruchten Ballungsraum Stuttgart mit hohem Nutzungsdruck Streuobstwiesen-Biotope anzulegen, zu erhalten und zu entwickeln. 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